Institut für Rechtsmedizin
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Biomechanik und Unfallforschung

Inhaltsverzeichnis

  1. Überblick
  2. Forschungsprojekte
  3. Angebotene Themen für wissenschaftliche und Abschlussarbeiten
  4. Biomechanisches Kolloquium

1. Überblick

Im interdisziplinären Forschungsbereich "Biomechanik und Unfallforschung" am Institut für Rechtsmedizin besteht eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Datenerhebung, Rekonstruktion und Analyse von Unfällen, insbesondere im Bereich des Straßenverkehrs. Wissenschaftler aus den Fächern Medizin, Ingenieurwissenschaft, Anthropologie, Physik, Epidemiologie und Sportwissenschaft verfolgen mit ihren Forschungsaktivitäten das Ziel, zur Prävention von Unfällen und Unfallfolgen beizutragen. Dies soll zum einen durch detaillierte Analyse von Verletzungen und Verletzungsmechanismen bei Unfällen erfolgen und zum anderen durch die Entwicklung numerischer Menschmodelle für die Verletzungssimulation.

In einem unserer Schwerpunkte beschäftigen wir uns mit Unfallforschung im Sinne von Unfalldeterminanten und speziellen Unfallmechanismen sowie der Prävention. Die detaillierte Analyse von PKW-, Fußgänger-, Zweirad- und LKW-Unfällen mit tödlichem Ausgang bzw. schweren Verletzungsfolgen ermöglicht zum einen die Identifikation von Verletzungsmustern und Verletzungsursachen aber zum anderen auch von Unfallursachen und menschlichem Fehlverhalten sowie Risikofaktoren für Unfälle. Die Erfassung tödlicher Verkehrsunfälle in einer ausführlichen Datenbank (GDB) gehört zu den laufenden Projekten der Abteilung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die epidemiologische und die experimentell-biomechanische Analyse der Distorsion der Halswirbelsäule in Auffahrunfällen, die auch als "Whiplash" bzw. "Beschleunigungstrauma" bezeichnet wird. In experimentellen Untersuchungen widmen wir uns der Analyse menschlicher Bewegungen unter Einbeziehung des Neuro-Muskulo-Skelettalen Systems für eine Vielzahl von Fragestellungen in der forensischen Biomechanik.

Die Anwendung numerischer Modelle des menschlichen Körpers soll der Überprüfung von Verletzungsschutzmaßnahmen, z.B. für Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer, mit Hilfe der Simulation dienen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist hier die computergestützte Rekonstruktion von Unfällen mit Verletzungsfolgen. Für die Entwicklung und Validierung solcher Modelle erarbeiten wir Grundlagen in den Bereichen Verletzungsmechanik und Anthropometrie. Kinder stehen dabei zunehmend im Fokus der Modellentwicklung.

2. Forschungsprojekte

Aktuell:

Abgeschlossen:

Laufend

Aufbau und Etablierung einer Datenbank zur Erfassung tödlicher Verkehrsunfälle (GDB). Im Vordergrund steht die detaillierte technische, medizinische, biomechanische und psychologische Analyse der Unfall- und Verletzungsmechanismen um daraus relevante Maßnahmen zur Prävention tödlicher Verkehrsunfälle zu entwickeln.nach oben

3. Angebotene Themen für wissenschaftliche und Abschlussarbeiten

3.1 Dissertationen

Modellierung/Simulation (Ingenieure/innen bzw. Informatiker/innen - Uni/FH)

Allgemeine Angebote

Unsere Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung von Finite-Elemente-Modellen des menschlichen Körpers zur Vorhersage und Rekonstruktion von Verletzungen. Dabei arbeiten wir mit Partnern aus Unfallforschung, Aktiver und Passiver Fahrzeugsicherheit, Forensischer Medizin, Medizinischer Bildgebung, Anthropologie … zusammen.

In diesem Bereich bieten wir immer wieder Möglichkeiten zum Anfertigen einer Dissertation an. Vorausgesetzt werden Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift sowie Kenntnisse auf mindestens einem der folgenden Gebiete:

  • Finite-Elemente-Methode
  • Unfallrekonstruktion
  • medizinische Bildgebung

Wenn Sie Interesse an einer solchen interdisziplinären Arbeit haben, dann kontaktieren Sie bitte Therese Fuchs.  

Medizinische Dissertationen

Auf Anfrage und im Rahmen der vielfältigen Tätigkeiten als Studentische Hilfskräfte im Bereich der Unfallanalyse (jederzeit Bewerbung möglich) können in Absprache interessante sowohl experimentelle als auch statistische Dissertationsthemen entwickelt werden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Sylvia Schick.nach oben

3.2 Diplomarbeiten / Masterarbeiten

Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus unserem Angebot an Themen für Abschlussarbeiten.

Impact Biomechanics / Crash Simulation

Our research group is working on the reconstruction and prediction of injuries. This includes the development and application of Finite-Element models of the human body. We are working with partners in road traffic safety and forensics covering disciplines such as Engineering, Medicine, Biology…

In this field we offer various Master theses. Current topics include:

  • Sub-component validation of a human FE model Validation of bone models (e.g. lower leg) against existing experimental data on impact tests with mainly local effects
  • Accident reconstruction using human FE models Exploratory studies on the feasibility of numerical simulation of injuries sustained by vulnerable road users (pedestrians, motorcyclists), based on existing in-depth accident data
  • Interaction of roadside safety barriers and motorcyclists Modeling the interaction in the event of an impact, analysis and identification of crucial modeling parameters, sensitivity studies


The work is performed using mainly PAM-CRASH/LS-DYNA and HYPERWORKS software. If you are interested or would like to obtain further information, please contact Therese Fuchs.

Biologische Diplom-/Masterarbeiten (Schwerpunkt Anthropologie)

Wir bieten immer wieder Themen für Diplom-/Masterarbeiten sowie kürzere allgemeine Praktika im Rahmen unserer Forschungsaktivitäten im Bereich Anthropologie an. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Stefanie Lochner.

3.3 Praktika

Wir bieten in allen Arbeitsbereichen Praktikumssemester und kürzere Praktika für hoch motivierte Studenten an. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Therese Fuchs.nach oben

4. Biomechanisches Kolloquium

Das Biomechanische Kolloquium im Rechtsmedizinischen Seminar ist eine öffentliche Veranstaltung, bei der jeder Interessierte herzlich willkommen ist. Ca. 3 bis 4 mal im Jahr werden unterschiedlichste Themen aus der Biomechanik und Unfallforschung für ein multidisziplinäres Zielpublikum (Medizin, Fahrzeugtechnik, Simulation) von z.T. international renommierten Experten vorbereitet, präsentiert und zur Diskussion gestellt. In der Regel findet pro Semester eine deutsch- und eine englischsprachige Veranstaltung statt.

Großer Hörsaal der Pharmakologie, Walther-Straub-Hörsaal
Nußbaumstr. 26 - Eingang Schillerstraße – 80336 München

Aktuelle Veranstaltungen

Auf der Seite der aktuellen Vernstaltungen des biomechanischen Kolloqiums finden Sie die nächsten Termine, Themen und Referenten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie können sich aber gerne auf unsere email-Verteilerliste setzen lassen um über aktuelle Veranstaltungen informiert zu werden.

E-Mail: Unfallforschung.RM@med.uni-muenchen.de

Veranstaltungen in der Vergangenheit

Das Biomechanische Kolloquium wurde von Prof. Beier ins Leben gerufen und wird von Dr. Hell weitergeführt. Im Archiv der vergangennen Veranstaltungen des biomechanischen Kolloquiums können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche Themen und welche Referenten das biomechanische Kolloquium bisher bereichert haben.


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