Institut für Rechtsmedizin
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Modellprojekt MIGG: Medizinische Intervention gegen Gewalt an Frauen

"Unterstützung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten für das Erkennen, die Dokumentation und den sachgerechten Umgang mit Gewaltbetroffenen Patientinnen".

Schulung, Netzwerkgestaltung und Entwicklung von Material für die ärztliche Praxis.

Modellprojekt MIGG: Medizinische Intervention gegen Gewalt - Eine Kooperation mit Düsseldorf und KielDas aus zwei Teilprojekten bestehende Modell wird jeweils mit eigenständigen Projektleitungen bearbeitet. Das Gesamtprojekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und wissenschaftlich begleitet.

 Das vom Düsseldorfer Institut für Rechtsmedizin betreute Teil-Projekt möchte an 3 Standorten (Düsseldorf, Kiel und München) je 25 Praxen (insbesondere Gynäkologie und Allgemeinmedizin) gewinnen, die im Rahmen des Modellprojekts mit ihrer Praxis zu einer Kooperation bereit sind. Wir möchten gemeinsam mit den teilnehmenden Praxen folgende Aspekte bearbeiten:

  • Konzeption einer zielgruppenspezifischen Fortbildung mit dem Fokus auf die Vermittlung von Kenntnissen zum Erkennen und Dokumentieren von Gewalt sowie zu einem sachgerechten Umgang mit gewaltbetroffenen Personen.
  • Intensive Betreuung der Praxis und Hilfestellung im Einzelfall (Beratung und Supervision).
  • Erarbeitung von praxistauglichen und als entlastend wahrgenommenen Struktur- und Arbeitshilfen.
  • Vermittlung spezifischer Kommunikationskompetenzen zur angemessenen Ansprache von Gewaltopfern unter gleichzeitiger Ressourcenschonung im Praxisalltag.
  • Aufbau bzw. Einbindung der Praxis in ein psychosoziales Netz von regional bereits vorhandenen Hilfeangeboten.

Durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität München konnten 19 Arztpraxen für die Teilnahme gewonnen werden.

Die Ergebnisse des Modellprojekts wurden am 29.2.2012 im Rahmen einer bundesweiten Fachtagung des BMFSFJ in Berlin präsentiert.

Näheres finden Sie unter weiterführende Links.

Eine Fortführung der Anliegen des Projektes erfolgte am Institut für Rechtsmedizin der Universität München durch Etablierung einer niederschwelligen Opferambulanz, an die sich nicht nur Opfer selbst wenden können, sondern auch Ärztinnen und Ärzte für Beratungen.

 Projektleitung Düsseldorf:

  • Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Frau Univ. Prof. Dr. med. S. Ritz-Timme
  • Frau PD Dr. med. H. Graß
  • Frau Dr. med. Lydia Berendes

Projektkoordination München:


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